23.-24.09.2019 Nisga’a Memorial Lava Bed Provincial Park

Der nächste Morgen war schon wieder wolkenverhangen und regnerisch, also nichts wie weg hier, irgendwo muss die Sonne doch mal zu finden sein. Nach einiger Zeit schaute ich schon mal bei IOverlander wo es für den Abend einen guten Platz geben könnte und stieß dabei auf einen Hinweis über Heiße Quellen hier in der Gegend. Bei dem Wetter klang das verlockend. Der Haken war die Straße dorthin, mal wieder ein Umweg über eine Schotterstraße, die laut Reiseführer nur mäßig gewartet wird. Aber wir fuhren natürlich trotzdem. Es dauerte ewig die 60 km lange, mit Schlaglöchern gespickte Strecke mit Namen „Nass Road“ zu fahren. An der Straße liegen nur kleine Ortschaften der First Nations mit so wohlklingenden Namen wie Laxgalt´sap oder Gitwinksihlkw.
Nach 60 km fuhren wir wieder auf eine super geteerte Straße, die uns durch ein Lavafeld führte. Hier hinterließ ein Vulkanausbruch vor ca. 250 Jahren ein 22 km langes und 3 km breites Lavabett. Viele tausend Indianer sind dabei umgekommen, die schon damals in dieser Gegend siedelten.
Die Hot Springs lagen nur ein paar Meter von der Straße entfernt, zu erreichen über einen angelegten Holzplankenweg mitten durch den Regenwald. Kostenlos und für jeden zugänglich. Es gab ein etwas größeres Naturbecken und 2 runde Holzzuber, durch die das heiße Wasser mittels Schlauch durchgeleitet wurde. Im Becken entspannten drei jüngere Leute mit einer Flasche Whiskey, weiter war niemand dort. Wir probierten die Holzzuber aus und genossen die Wärme mitten im Wald unter Bäumen, solange wir es aushielten. Das Wetter gönnte uns dazu eine Regenpause.
Dann ging es nach einer Erkundungstour durch die Lavasteine zum Campingplatz im Nisga’a Memorial Lava Bed Provincial Park, der mittendrin angelegt ist. Er sah schon sehr geschlossen aus, aber die Schranke war offen und so suchten wir uns einen Platz. Außer uns war auch niemand dort.
Am nächsten Morgen fuhren wir weiter, Holger holte sich noch mal eine Angelkarte und startete noch einen letzten Versuch ein paar Nachzüglerlachse zu finden, die Flüsse Skeena- und Moriceriver hier sind auch bekannte Lachsflüsse, aber da tat sich nicht mehr viel. Die Nacht wollten wir auf dem städtischen Campground in dem Ort Terrace verbringen, aber auch hier war schon geschlossen. Da wir im Dunkeln keine Lust hatten noch weiter zu suchen, übernachteten wir mit noch einem anderen Wohnmobil vor der geschlossenen Schranke des Platzes.
Hoffentlich geht das nicht so weiter, angeblich schließen alle Britisch Columbia Provincial Parks ihre Tore schon Ende August.

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