17.-21.03.2020 Playa Palma

Wir hatten entschieden, einige Zeit bei Esteban am Meer zu übernachten und fuhren die Strandstraße entlang, die kurz nach seinem Grundstück an einem Fluss endet, der dort ins Meer mündet. Wir suchten uns einen schönen Platz im Schatten unter Palmen und hatten eigentlich alles was wir wollten. Einen riesiger menschenleerer Strand, das Meer ein paar Schritte entfernt, Strom und sogar gutes W-Lan. Der Strand auf dem wir standen, ist allerdings Allgemeingut und muss für alle zugänglich sein, aber hier in der Sackgasse kamen nur wenige Leute vorbei und wir hofften, dass es sicher sein würde. Der Besitzer, dessen Haus gleich gegenüber liegt, bietet auch Surfunterricht, Angel- und Mangroventouren an. Es ist sehr schade für ihn, dass wegen Corona jetzt niemand mehr sein Angebot nutzt.
Wir fühlten uns hier wie im Paradies, wenn wir nicht die ganzen furchtbaren Nachrichten aus Deutschland bekämen und so langsam das Gefühl, hier für eine sehr lange Weile festzusitzen.
Nach drei Tagen beschlossen wir, einen nicht weit entfernten Naturpark mit vielen Hängebrücken durch den Dschungel aufzusuchen, bevor die Parks demnächst auch dicht machen würden. Auf dem Rückweg wollten wir dann gleich unsere Vorräte im Supermarkt aufstocken. (Kein Toilettenpapier;-)
Aber als wir am Park ankamen, war dieser, wie alle anderen auch, bereits geschlossen. Also bleibt uns in nächster Zeit nur noch unser Strand.
Im Supermarkt war alles noch normal, außer Einkaufswagendesinfektion war nichts anders. Gott sei Dank auch keine Hamsterkäufe. Noch nicht. Aber dort hält auch niemand Abstand. In unserem Bundesstaat Puntarenas im Süden Costa Ricas gab es noch keine Infizierten, aber wir waren trotzdem froh, wieder in unsere selbst gewählte Isolation zurück zu kehren.
Wir hatten von unserer Verschiffungsagentur „Sea-Brigde“ gehört, dass eine geführte Wohnmobiltour mit vielen Deutschen und Schweizern auch in Costa Rica gestrandet war und das die Agentur gerade versucht, ein Schiff für die Wohnmobile von Costa Rica nach Deutschland zu organisieren. Sie haben uns angeboten, unser Wohnmobil mitzunehmen, falls der Transport zustande kommt. Das würden wir sehr gern annehmen, aber ohne Wohnmobil möchte ich hier auch nicht lange sein. Für den Rückflug haben sich einige Teilnehmer in die Liste des Auswärtigen Amtes eingetragen. Von der Rückholaktion für gestrandete Deutsche hatten wir auch schon gehört und nach einigem Zögern jetzt beschlossen uns dort einzutragen.  Allerdings war der Server total überlastet und zusammen gebrochen. Erst als eine neue Seite dafür entwickelt wurde, konnten wir uns registrieren, jetzt sind wir gespannt was zuerst kommt, der Flug oder die Verschiffung. Oder gar nichtsL

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