12.-13.02.2020 Tapachula

Frühmorgens brachen wir auf. Wir hatten laut Handy eine Strecke von 10 Stunden bis zum Grenzort Tapachula vor uns. Das bedeutete für uns mind. 12 Stunden, da wir viel langsamer über die unzähligen Hindernisse fahren müssen. Das war natürlich nicht an einem Tag zu schaffen, so planten wir einen Zwischenstopp an den Lagos de Colon ein, eine kleine Seen- und Flusslandschaft in einem Erholungspark. Sehr beliebt am Wochenende, aber mitten in der Woche waren wir mal wieder die einzigen Camper. Wir nahmen nach der endlosen Fahrt noch ein Bad im erfrischenden Wasser, bevor wir uns schlafen legten. Sehr gern hätte ich hier noch eine weitere, ruhige Nacht verbracht, aber wir wollten morgen über die Grenze nach Guatemala fahren. So rafften wir uns nach einem morgendlichen Bad auf und fuhren die letzten Kilometer durch die Berge. Diese Strecke, sehr dicht an der guatemaltekischen Grenze entlang, war noch kurviger und dauerte noch länger, wir hätten nicht gedacht, dass das möglich wäre. Ursprünglich war einmal geplant, die Grenze direkt in den Bergen zu überqueren, aber von anderen Overlandern wurde uns davon abgeraten. In Guatemala sollen die Straßen noch schmaler und extrem steil sein, ohne Ausweichmöglichkeiten bei Gefahr. Da wir unserem armen Wohnmobil wirklich schon genug zugemutet haben, beschlossen wir, den Grenzübergang weiter an der Küste zu nehmen und mussten dafür die Strecke wieder zurück bis zum Grenzort Tapachula fahren. Dort besuchten wir als erstes einen Tierarzt, der uns ein Gesundheitszeugnis für unseren Hund in Spanisch ausstellte. Wir wussten, dass es nicht älter als 14 Tage sein darf, aber der Tierarzt meinte, es dürfte auch nicht jünger als 5 Tage sein. Das hätte bedeutet, wir müssten noch 5 Tage in Mexiko bleiben. Aber er bot uns an, das Zertifikat einfach zurück zu datieren, das war natürlich noch besser. Die Praxis lag etwas außerhalb, nah an der Grenze und nicht weit davon gab es ein Hotel auf dessen Parkplatz wir übernachten konnten. Nicht schön und laut da direkt an der Straße, aber mit einem hohen Tor gesichert und praktisch für einen frühen Grenzübertritt.
Wie immer war ich etwas wehmütig, Mexiko zu verlassen. Der Anfang in diesem Land war etwas holprig, auf der Baja und im Norden Mexikos gefiel es uns nicht so gut, aber die Staaten im Süden entschädigten uns dafür. Hier gab es grandiose Landschaften und Strände, in denen wir uns immer sicher gefühlt haben. Es ging uns wie so vielen: Wir haben die Größe Mexikos gewaltig unterschätzt und nicht genug Zeit eingeplant. Die Halbinsel Yucatan mussten wir leider aus Zeitmangel ganz weglassen, wir hätten gut und gern drei Monate hier verbringen können. Es wäre schön, wenn wir später noch einmal eine Gelegenheit haben.

2 thoughts on “12.-13.02.2020 Tapachula

  1. Carola Mylius

    Hallo ihr 3, habe jetzt mal geschafft euch zu verfolgen. Nicht wirklich, sondern nur in Textform. Habe mich sehr gefreut, das soweit alles in Ordnung ist. Nun schön war nicht zu lesen, das es Dir, liebe Martina, mal nicht so gut ging. Ja erlebt habt ihr wirklich wieder sehr viel. Ich hoffe es ist auch alles in eurem Interesse noch. Freu mich auf die nächste Berichterstattung. Viel Spaß und Freude und ich hoffe die Erholung kommt nicht zu kurz. Alles Liebe Carola

  2. Carola Mylius

    Gerade eben habe ich mal geschaut wo ihr seid. Ganz schön weit schon. Wie weit wollt ihr noch!?
    Nun habt ja noch etwas Zeit. LG Carola

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