23.06.2019 Parc National de la Jaques-Cartier

So heißt der Park, sehr französisch wie alles hier. Am Morgen war ich schon um 5:30 Uhr wach, da unser Hund sehr unruhig war. Also nahm ich die Leine und drehte mit ihr eine große Runde durch die noch schlafenden Camper auf den Campingplätzen. Die Landschaft war wirklich total schön und es versprach ein sonniger, heißer Tag zu werden.
Nach dem ersten Kaffee ging Holger zum Service Center, um uns anzumelden. Da wir etwas Angst hatten Ärger zu bekommen, weil wir ohne Eintritt, nach Schließung einfach hier übernachtet hatten, wollte er sehr früh dort sein. Aber es war alles okay, die Dame war sehr freundlich und erzählte, dass wir den letzten Campingplatz im ganzen Nationalpark ergattert hätten und dort gibt es mehrere Campingplätze. Es sei ein langes Wochenende mit einem Feiertag (Nationalfeiertag in Quebec)am Montag und deshalb so voll. Welch ein Glück und Zufall dass wir diesen Platz auch letzte Nacht gefunden hatten. Also bezahlte er wie geplant für 2 Übernachtungen, die auch wirklich nur 23$ pro Nacht kosteten. Aber mit Eintritt in den Park (der extra kostet) und Angellizenz waren wir dann doch schnell bei 120$. Wir müssen uns unbedingt ein Parkticket, das für alle Parks in Kanada gültig ist besorgen, damit wir nicht jedes Mal neu Eintritt bezahlen müssen.
Der Park ist ein Naherholungsgebiet für die Quebecer Bevölkerung und wird scheinbar auch reichlich genutzt. Nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch viele Tagesgäste nutzen den Park zum Wandern, Mountainbiken, Kanufahren, Rafting und natürlich zum Angeln. Das hatte Holger nun auch vor, aber vorher dichtete er in der Sonne noch das Oberlicht ab, damit beim nächsten Starkregen kein Wasser mehr reinkommt. Während des Angelns beschloss ich zu wandern und habe mir eine 10 km lange Strecke rausgesucht, die ich mit Hope wandern durfte. Es ist im Park ganz strikt geregelt, welche Bereiche mit Hund erlaubt sind und auch welche Wanderwege für Hunde freigegeben sind. An der Leine muss sie sowieso die ganze Zeit sein. Da halten sich hier auch alle strikt daran. Und auch die Hundehaufen müssen mitten im Wald weggeräumt werden. Wahrscheinlich wegen der Wildtiere. Auf unserem Picknicktisch war ein Hinweisschild, dass wegen der Bären immer alle Esssachen weggeräumt werden müssen. Die gibt es hier also auch. Ein wenig mulmig war mir schon, so allein loszuziehen, aber es waren so viele Wanderer unterwegs, dass ich mich nicht allein fühlte.
Leider wurde der Weg nach kurzer Zeit schon sehr steil und ging über mehrere Kilometer immer nur steil bergauf. Durch das Schwitzen bei der Anstrengung in der Hitze waren natürlich auch alle Mücken schon wieder da.  Aber dieses Mal hatte ich einen Hut mit Mückenvorhang mit, den ich dann auch aufsetzte, egal wie es aussah. Welch eine Erleichterung. Scheinbar machen den Kanadiern die Mücken nicht so viel aus, ich weiß nicht, ob man sich daran gewöhnt, wenn man hier wohnt. Nach dem Anstieg, der mit einem tollen Ausblick belohnt wurde, ging es fast nur noch bergab und danach mit einer leichten Brise am Fluss zurück zum Campingplatz. Da waren dann auch nur noch wenig Mücken und die Wanderung alles in allem doch sehr schön.
Holger war leider nicht so erfolgreich. Er fing nur kleine Forellen, die er wieder schwimmen ließ. Schade, so gab es abends Bratkartoffeln und Salat ohne Fisch.

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