22.06.2019 Fredericton


Schon beim ersten Durchfahren am Abend davor, gefiel mir die Stadt sehr gut und ich wollte mich wenigstens ein wenig umsehen. Fredericton ist die Hauptstadt der Provinz New Brunswick, idyllisch gelegen am Saint John River, mit hübschen, viktorianischen Bauten.
Nach der Besichtigung nutzen wir die Gelegenheit, uns endlich eine kanadische Sim Karte zu holen. Trotz mehrerer Versuche hatten wir bisher noch kein passendes Geschäft gefunden. Auch hier wurden wir von einer Einkaufsmall zur Nächsten geschickt. Da die Malls jeweils weit draußen an den Zugangsstraßen zur Stadt liegen, war schon das mit viel Fahrerei verbunden. Aber endlich hatten wir einen Handyladen gefunden. (Übrigens heißen hier Handys nicht Handys, sonder Mobile phone oder Cell phone). Der Verkäufer war sehr nett und gab sich viel Mühe, war aber mit uns etwas überfordert. Daher dauerte der Abschluss seeeehr lange. Letztendlich haben wir jetzt eine Prepaidkarte für 45,00$ im Monat, das sind 31,50€ mit einem Datenvolumen von 4,5 GB bei der Telefongesellschaft „Lucky“. Wollen mal hoffen, dass uns das auch glücklich macht. Aber immerhin sind angeblich kostenloste Telefonanrufe bis zu 75 Minuten pro Monat nach Deutschland darin eingeschlossen. Bin gespannt, ob das klappt, würde ich aber gut finden, ab und an mit Zuhause zu telefonieren.
In Deutschland sind die Verträge erheblich günstiger, aber das wussten wir bereits vorher. Auch die Handys sind hier teurer, bis auf iPhones, die sind hier erheblich günstiger.
Nach der langwierigen Prozedur, inzwischen war schon früher Nachmittag, sind wir dann endlich weiter Richtung Westen. Das Wetter war wieder schön, überwiegend Sonnenschein und kein bisschen Regen mehr. 
Gegen Abend erreichten wir den St. Lorenz Strom bei Riviére du Loup, und waren damit in der nächsten Provinz Québec, im französischsprachigen Teil von Kanada. Québec ist die größte Provinz Kanadas und ungefähr so groß wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal zusammen. Hat aber nur ca. 8 Millionen Einwohner. Damit wechselten wir auch in eine neue Zeitzone, von der es insgesamt 6 in Kanada gibt. Damit sind wir jetzt 6 statt 5 Stunden hinter der deutschen Zeit.
Es sah ziemlich gut aus, wie die Sonne hinter dem breiten Fluss langsam unterging und wir hatten auch keine Lust mehr zu fahren. Ich suchte einen Campingplatz in einem Park in der Nähe aus unserer App raus, der mir sehr attraktiv, aber nicht so teuer erschien. Ich wollte dort sehr gern mal 2 Nächte bleiben und morgen nicht schon wieder den ganzen Tag zu fahren. Der Hund war da ganz meiner Meinung. Holger war erst dagegen, aber als ich ihm von dem wildromantischen Gebirgsfluss im Park vorlas, perfekt geeignet zum Fliegenfischen, war er urplötzlich auch dafür. Leider zog sich die Anfahrt durch die große Stadt Quebec und in die Berge hinein noch sehr lange hin und so war es schon stockdunkel als wir endlich am Park ankamen. Wie erwartet, war er schon geschlossen, aber umkehren wollten wir auf keinen Fall und so fuhren wir an der Schranke vorbei in den stockdunklen Park hinein. Nach scheinbar endlosen, sehr langsamen 10 km, sahen wir endlich links und rechts Hinweisschilder auf Campingplätze. Wir entschieden uns für rechts, dort gab es 5 Stellplätze von denen bereits 4 mit Wohnmobilen belegt waren. Glücklicherweise war der letzte Stellplatz noch frei und wir konnten unsere Fahrt endlich beenden.

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