20.-21.12.2019 San Diego

Nachdem Carolin schon am frühen Morgen ihre Joggingrunde beendet hatte, fuhren wir weiter die restliche Strecke nach San Diego. Da auch heute das Wetter wieder warm und sonnig war, hatten wir beschlossen auch gleich die zweite Großstadt zu besichtigen. Wir spazierten zunächst durch den Balboa Park, ein sehr weitläufiges Areal mit subtropischer Vegetation, das viele Museen und einen der größten Zoos der USA beherbergt. Die spanisch-mexikanische beeinflusste Architektur und Gestaltung der Gebäude ist sehr schön anzusehen. Durch die farbenfrohen mexikanischen Restaurants und Palmen und Kakteen rundherum fühlt man sich hier schon wie in Mexico. Die Weihnachtsdekoration passt aber auch hier überhaupt nicht her und wenn die Weihnachtssterne unter den Palmen wachsen, finde ich das schon sehr ungewöhnlich.
Danach fuhren wir zum Meer und Holger sah sich das Maritime Museum an, das viele originale Schiffe aus mehreren Epochen zur Besichtigung ausstellte, u.a. ein russisches U-Boot und ein Auswandererschiff aus dem 19. Jahrhundert. Währenddessen spazierten wir mit Hope am Meer lang, wo wir gleich einen großen Seelöwen im Hafenbecken schwimmen sahen. Im Seaport Village, einem nachgebauten Fischerdorf saßen wir auf Liegestühlen und sahen dem Treiben zu. In San Diego sind die Leute viel freundlicher und entspannter als in Los Angeles, alles geht viel ruhiger und gemütlicher zu. Ich habe selten so viele aggressive und hupende Autofahrer gesehen wie in Los Angeles, kein Wunder bei dem ständigen Stau. Das gab es hier in San Diego nicht, eine sehr angenehme Stadt. Als wir alle wieder beim Auto angekommen waren, fuhren wir noch zur Altstadt, in der die alten Häuser der ersten spanischen Siedler erhalten wurden. San Diego gilt als Geburtsstätte von Californien, da von hier aus die weitere Gegend besiedelt wurde.
Eigentlich wollten wir nun endlich zur mexikanischen Grenze fahren, aber da Holger verdächtige Geräusche vom Keilriemen vernommen hatte und nicht unbedingt auf Mexicos Straßen liegen bleiben möchte, entschied er kurzerhand vorsichtshalber noch den Keilriemen und eine Spannrolle auszutauschen. Dafür fuhren wir auf einem Campingplatz direkt auf einer Landzunge am Meer, eigentlich nur ein großer betonierter Parkplatz ohne alles und viel zu teuer, aber dafür zentral gelegen, falls wir noch Ersatzteile brauchen würden.
Während er am nächsten Morgen so unter dem Auto lag, kamen gleich zwei unserer Nachbarn und boten ihre Hilfe an. Carolin wunderte sich die ganze Zeit schon, wie freundlich alle Menschen hier sind. Scheinbar sind wir in Deutschland doch viel verschlossener und introvertierter.
Gegen Mittag war die Reparatur beendet und wir machten uns endlich auf den Weg zur Grenze.
Auf dem Weg stoppten wir noch an einem Autoteilehändler um Hydrauliköl für die Servolenkung zu kaufen. Leider ist das Geräusch durch die Reparatur nicht vollständig verschwunden und wir werden das beobachten müssen. Ein weiterer Stopp war an einem Laden, um Weihnachtsdekoration zu kaufen. Dann fuhren wir durch die Berge zu einem Campingplatz, der in der Nähe des Grenzübergangs Tecate lag. Alle hatten uns geraten, nicht den großen, stark frequentierten Übergang von Tejuana nach San Diego zu nehmen, sondern die viel ruhigere Grenze in den Bergen.  

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