14.08.2019 Whitehorse II

Heute wollten wir nun endlich mal die Sehenswürdigkeiten von Whitehorse besichtigen und fuhren mal wieder zum Visitor Center. Dort nutzten wir erst mal mit vielen anderen Touristen ausgiebig das bereitgestellte W-Lan zum Surfen und Nachrichten schreiben. Dann gingen wir am Yukon spazieren, schauten uns den Schaufelraddampfer SS Klondike II an, der die Versorgung von Dawson City sicher stellte, während des Goldrush und noch bis zum Bau des Klondike Highway in den 1950er Jahren. Dann stand noch die Besichtigung eine der längsten Fischtreppen der Welt am Schwatka Lake Damm an. Dieser begrub bei seiner Errichtung am Schwatka Lake im Miles Canyon die bei den Goldsuchern gefürchteten Stromschnellen unter sich, hindert nun aber die Lachse daran flussaufwärts zu schwimmen. Daher die Fischtreppe. Als wir ankamen war gerade ein Mitarbeiter dabei einen großen Lachs heraus zu holen, der markiert war. Man hatte ihn als er klein war gechipt, um herauszufinden welche Strecken die Lachse zurück legen. Ansonsten waren noch nicht so viele Fische unterwegs. Das kommt wahrscheinlich noch, allerdings wissen wir inzwischen, dass der Bestand immer geringer wird und die Kanadier mit Lachsaufzuchten und Aussetzten versuchen dagegen anzugehen.  
Zwischendurch nutzten wir einen Regenschauer um bei  Canadian Superstore einzukaufen. Der Walmart hat hier nur ein begrenztes Sortiment. Aber dieser Laden hatte ein riesiges Angebot und gar nicht so teuer wie wir befürchtet hätten. Einige Sachen waren sogar günstiger als sonst üblich. Also deckten wir uns reichlich ein, weil demnächst wahrscheinlich nur noch kleine Läden auf unserem Weg liegen. Es war sehr interessant im Supermarkt, die Leute dort kamen von überall her und kauften riesige Mengen. Es gab Mehl und Reis in großen Säcken zu kaufen und auch alles anderen immer in großen Portionen. Wahrscheinlich kaufen dort viele Leute aus dem Norden ein, die sich bevorraten und dann wieder in den straßenlosen Norden fliegen. Vielleicht auch einige Leute, die längere Bootstouren planen. Dann fuhren wir noch zur Alpine Bakery und kauften leckeres Schweizer Brot.
Die Übernachtung planten wir auf einen Campingplatz etwas außerhalb von Whitehorse, der von zwei Luxemburgern betrieben wird. Die beiden haben im Marketing und Bankwesen Karriere gemacht und dann aber beschlossen, hierher auszuwandern. Sie kauften den Campingplatz für den Sommer und bieten im Winter Blockhüttenübernachtungen mit Outdoorprogramm an.
Hier wollte ich endlich mal wieder Wäsche waschen, was ich auch ausgiebig tat.

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