08.-10.03.2020 Puerto Viejo /Karibik

Am Morgen genossen wir erst noch mal unseren Kaffee im Pool, während die Sonne langsam höher stieg. Leider war der Vulkan immer noch von Wolken umhüllt. Dann machten wir uns auf den Weg Richtung Karibik. Ich hatte einen Platz ganz im Süden, nicht weit von der panamesischen Grenze heraus gesucht. Die Bewertungen für den Campingplatz waren nicht die besten, aber es gab nicht so viel Auswahl. Aber als wir ankamen, gefiel es uns dort gar nicht. Die Sanitäranlagen waren indiskutabel, das Wetter regnerisch und das Meer weder zum Surfen noch zum Schwimmen geeignet. Alle wollten gleich wieder weg, aber es war schon zu spät noch etwas Anderes zu suchen. So blieben wir eine Nacht und fuhren am nächsten Morgen am Meer entlang Richtung Norden. Im Ort Puerto Viejo  bot ein Hostel an, auch Wohnmobile dort übernachten zu lassen. Reine Campingplätze gibt es in Costa Rica nur wenige. Das Hostel hieß Oasis und eine Oase war es auch. Durch einen dschungelartigen Garten, bestückt mit Zelten, Hängematten und Regenwalddusche gelangte man direkt zum Meer, was sehr karibisch aussah, aber aufgrund der vielen Korallen direkt unter der Wasseroberfläche nicht zum Schwimmen oder Schnorcheln geeignet war. Die nach Süden angrenzende Bucht sah auch wundervoll aus, aber hohe Wellen erlaubten nur erfahrenen Surfern dort zu surfen. Zum Schwimmen gingen wir also immer durch den ganzen Ort zur nach Norden angrenzenden Playa Negra, die wie der Name schon sagt, hier mit schwarzem Sand bestückt war.
Trotzdem blieben wir zwei Nächte, da uns der Garten so gut gefiel. Wenn man dort in der Hängematte lag, turnten darüber in den Bäumen die Affen herum. Ein Faultier gab es auch, über das die Hostel Mitarbeiter sagten, es würde manchmal aus dem Baum fallen und auf einer Zeltplane landen. Dann müssten sie es mit einem langen Stock zurück in den Baum setzten. Überhaupt waren die Angestellten alle deutsche Volunteers, also Freiwillige, die sich hier den Aufenthalt finanzierten. Auch die meisten Gäste, alles junge Rucksacktouristen, kamen aus Deutschland.
Leider besaß der Eigentümer einen Hund, der den Durchgang zum Meer beschützte und sich immer auf unseren armen Hope stürzte, wenn wir durchgehen wollten. Dem versuchten wir mit Umwegen und Ausweichen zu umgehen, was den Aufenthalt etwas anstrengend machte.
Am letzten Abend aßen wir in einem costaricanischen Strandrestaurant, um auch mal die karibische Küche zu testen. Es gab frisch gefangenen Redsnapper-Fisch und Rondon, ein karibischer Eintopf mit Kokosmilch. Alles sehr lecker, obwohl unser Reiseführer sagt, das Essen in Costa Rica besteht nur aus Reis mit Bohnen und manchmal auch Bohnen mit Reis.

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