06.-07.12.2019 Dead Horse Ranch State Park

Auch am Morgen war noch ein starker, recht kühler Wind, so fuhren wir bald ab. Wir wollten einen kleinen Umweg in Richtung Sedona fahren, da dieser zu einer Geisterstadt führte. Ghost Towns anzusehen, meistens ehemalige Minenstädte, ist hier ein beliebter Freizeitspass, aber wir hatten bisher noch keine besichtigt. Schon auf dem Weg dorthin überholten uns immer wieder Autos mit großen Pferdeanhängern und als wir durch den Ort Wickenburg kamen, sahen wir sie alle auf einer großen Fläche stehen und mittendrin eine Art Rodeo. Das hatten wir noch überhaupt nicht erlebt, also fuhren wir kurzerhand dorthin. Überall auf dem Gelände gingen und ritten echte Cowboys mit ihren Pferden herum und auf zwei Plätzen fanden Wettbewerbe im „Roping“ statt, wobei zwei Reiter schnellstmöglich gleichzeitig ein Kalb mit dem Lasso einfangen mussten, einer vorne um die Hörner und einer um die Hinterbeine. Mir taten ja die Kälber leid, aber die ließen es stoisch über sich ergehen und rannten dann zielstrebig wieder zum Ausgang. Es war aber sehr interessant das Treiben rundherum zu beobachten.
Leider verpassten wir dadurch die Geisterstadt, da diese im Winter schon um 15:00 Uhr schließt, aber das Rodeo war definitiv besser. Dann ging es über sehr kurvige Serpentinen über einen fast 2000 Meter hohen Pass und hier lagen noch vereinzelt Schneereste im Graben. In der Bergstadt Prescott stoppten wir zum Einkaufen und auch dort muss es vor kurzem noch heftigen Schneefall gegeben haben, die zusammengefegten Schneehügel waren noch überall auf dem Parkplatz zu sehen. In dieser kalten Höhe wollten wir aber nicht übernachten, so fuhren wir in weiteren langen Serpentinen die Berge wieder runter. Dabei kamen wir durch Bergdörfer, die zwar manchmal zu kitschig, aber sonst schön weihnachtlich geschmückt waren. Hier passte die Weihnachtsdekoration auch eher hin, als zwischen den Palmen und den Kakteen rund um Phoenix. Im Dunklen erreichten wir den Dead Horse Ranch State Park, unser heutiges Ziel. Der Park liegt in einer Talsohle, umgeben von Bergen und durch ihn führt der Verde River, der aber zurzeit Hochwasser führt. Ein paar kleine Teiche sind angelegt und Holger vertrieb sich den nächsten Tag die Zeit mit Angeln. Er fing ein Paar kleine Forellen. Die Gegend wird im Sommer von vielen Urlaubern besucht, die in dem Park angeln, reiten, bootfahren und wandern können. Jetzt, im Winter, war der Platz allerdings nicht sehr voll. Das Wetter war ganz okay, wenn auch erheblich kühler als im Süden, aber für die nächsten zwei Tage war Regen angesagt, so beschlossen wir hier noch eine weitere Nacht zu bleiben.

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