06.09.2019 Squirrel Creek

Auch der heutige Tag versprach sehr sonnig zu werden und Holger ging gleich erst mal wieder angeln und bekam auch dabei wieder Besuch von einem Seelöwen und einem Seehund. Gegen Mittag konnte ich ihn endlich loseisen, denn wir wollten noch in die Stadt zum Blog hochladen und dann wieder zurück Richtung kanadischer Grenze.
Allzu weit kamen wir nicht, die Straße war schlecht, mit vielen Baustellen. In Kanada und den USA gibt es meistens keine Ampelanlagen an den Baustellen, der Verkehr wird durch einen sogenannten Flagman, der aber auch weiblich sein kann und durch ein Pilotcar geregelt. Die Flagmen stehen vor der Baustelle mit einem Schild auf dem auf der einen Seite Stop und auf der anderen Seite Slow steht. Dort hält man bei Stop an und wartet auf das Pilot Car, dem man dann durch die gesamte Baustelle langsam hinterher fährt. Wenn man länger warten muss, kommen die Flagman immer ans Fenster und plaudern, wir hatten dort schon einige nette Gespräche. So auch hier, die Flagfrau meinte es würde gerade Asphalt aufgetragen und wir müssten ca. 20 Minuten warten. Wir hatten uns schon immer gefragt warum es keine Ampel gibt und auf Nachfrage meinte sie, die Autofahrer würden, wenn sie zu lange warten müssten, einfach die rote Ampel ignorieren und weiterfahren.
Die Nacht verbrachten wir auf dem Squirrel Creek Campground, der direkt auf dem Weg lag. Dort entzündete Holger endlich mal wieder ein Feuer, auf den letzten Plätzen gab es aufgrund der Waldbrandgefahr immer einen Fireban.  Der Campingplatz lag nett im Wald neben einem See und einem Fluss. Ringsherum wuchsen reichlich rote Beeren, die ich für Cranberries halten würde. Mein letzter Versuch mit Beeren pflücken war am Campingplatz am Liard River, dort sammelte ich Beeren, die für mich wie Johannisbeeren aussahen. Dann ging ich aber doch noch mal zur Rangerin an die Rezeption um sicher zu gehen. Sie holte ein Pflanzenbuch und zeigte mir Beeren die ganz ähnlich aussahen, aber giftig sind. Die würden allerdings eher unten wachsen und wenn ich weiter oben pflücken würde, wären es wohl Cranberries. Auf die Frage wie giftig die anderen Beeren sind, meinte sie, 6 Stück könnten ein Kind töten, daraufhin verzichtete ich dann doch auf meine Beeren und auch hier ließ ich lieber die Finger davon. Eigentlich schade, die wären bestimmt lecker. Wir saßen noch lange am Feuer, aber schon eingewickelt in Decken, denn es wird abends jetzt doch sehr kalt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.